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Pressemitteilung, 8. Juni 2026

Die Preisträger*innen des
26. Nippon Connection Filmfestivals

Ausverkaufte Vorstellungen, zahlreiche Gäste aus Japan und neuer Publikumsrekord

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In seiner 26. Ausgabe konnte das Japanische Filmfestival Nippon Connection mit rund 21.000 Besucher*innen in sechs Tagen erneut einen Publikumsrekord verzeichnen und seine Position als publikumsstärkstes Filmfestival in Hessen festigen. Zahlreiche Film- und Kulturveranstaltungen an den 13 Festivalorten in Frankfurt am Main waren schnell ausverkauft. Aufgrund der großen Nachfrage wurden zusätzliche Vorstellungen angeboten. Mehr als 200 japanische und internationale Filmschaffende und Künstler*innen waren beim Festival zu Gast und kamen mit dem Publikum ins Gespräch.

Beim weltweit größten Festival für japanischen Film wurden insgesamt sieben Preise verliehen. Im Rahmen der feierlichen Preisverleihung am Sonntag, den 7. Juni, nahm die japanische Schauspielerin Anna Yamada den Nippon Rising Star Award persönlich entgegen. Mit dem Ehrenpreis würdigt das Festival herausragende Nachwuchstalente der japanischen Filmindustrie und unterstützt ihre internationale Karriere. Anna Yamada überzeugt seit ihrem Debüt 2018 mit ihrem ausdrucksstarken Spiel in einer Vielzahl von Fernsehdramen und Kinoproduktionen. Im diesjährigen Festivalprogramm war sie unter anderem in der Hauptrolle der Horror-Groteske NEW GROUP von Yuta Shimotsu zu sehen. Der Nippon Rising Star Award wurde von KYOCERA Document Solutions Deutschland präsentiert.

Den Nippon Cinema Award erhielt FUJIKO von Taichi Kimura. Der Film erzählt von einer alleinerziehenden Mutter und verbindet ernste Themen mit Optimismus und absurder Komik zu einer mitreißenden Geschichte über weibliche Selbstbestimmung. Der Publikumspreis ist mit 4.000 Euro dotiert und wurde zum 21. Mal vom Bankhaus Metzler in Frankfurt am Main gestiftet.

Der zwölfte Nippon Visions Audience Award ging an die Satire A Unique Country in Asia von Kenji Yamauchi. Der Film erzählt von einer Hausfrau, die Care- und Sexarbeit auf ungewöhnliche Weise miteinander verbindet und auch mit ihren politischen Ansichten nicht hinter dem Berg hält. Der Preis wurde vom Japanischen Kultur- und Sprachzentrum in Frankfurt gestiftet und ist mit 2.000 Euro dotiert.

Zudem gewann A Unique Country in Asia den Nippon Visions Jury Award. Die internationale Nippon Visions Jury, bestehend aus Barbara Wurm (Leiterin Berlinale Forum), Hayley Scanlon (Filmkritikerin) und Kei Ishikawa (Regisseur) zeichnete den Film für seine geistreiche und mutige Erzählweise aus, die Humor als Mittel wählt, um Geschlechterrollen, politische Missstände und Tabus der japanischen Gesellschaft zu hinterfragen. Stellvertretend für den Regisseur nahm Hauptdarstellerin Ami Chong, deren Leistung von der Jury besonders hervorgehoben wurde, die Preise sichtlich gerührt beim Festival entgegen. Der Nippon Visions Jury Award wurde zum 16. Mal von der Japan Visualmedia Translation Academy (JVTA) aus Tokio gestiftet und umfasst eine kostenlose Untertitelung für das nächste Filmprojekt des Regisseurs. Die Jury vergab außerdem zwei lobende Erwähnungen für die Dramen Dawn Chorus von Yoshinori Sato und Kiiroiko von Mika Imai.

Der Nippon Storytelling Award für das beste Originaldrehbuch ging an den Drehbuchautor Kuninori Yamazaki für Kaneko Fumiko. Der Jurypreis wurde zum dritten Mal von der Kommunikationsagentur Storymaker gestiftet und ist mit 1.000 Euro dotiert. Das historische Drama von Regieveteranin Sachi Hamano schildert das Leben einer politischen Aktivistin, die im repressiv-militaristischen Japan der 1920er Jahre konsequent für ihre sozialen Ideale eintritt. Die Regisseurin und der Drehbuchautor, die seit 55 Jahren zusammenarbeiten und beim Festival persönlich zu Gast waren, wurden von der Nippon Visions Jury für ihre komplexe und doch berührende Umsetzung der Geschichte gelobt.

Den Nippon Docs Award gewann der Dokumentarfilm Tetsuyo Turned 104, Living on Her Own von Kazuhiro Yamamoto. Über zwei Jahre hinweg besuchte der Regisseur die rüstige Witwe Tetsuyo, trank mit ihr Tee, hörte ihren Geschichten zu und schuf so einen berührenden Dokumentarfilm über das Alt- und Immer-Älterwerden. Regisseur Kazuhiro Yamamoto und Produzentin Sachi Okamoto nahmen den mit 2.000 Euro dotierten Publikumspreis persönlich entgegen.

Der erstmals vergebene Nippon Animation Shorts Award ging an den animierten Dokumentarkurzfilm find me von Akari Maru, die bei der Preisverleihung persönlich anwesend war. Eine dreiköpfige Jury, bestehend aus Waltraud Grausgruber (Festivalleiterin Tricky Women / Tricky Realities Festival), Fabian Driehorst (Produzent) und Thomas Stellmach (Regisseur), hob insbesondere den Mut der Filmemacherin und der Protagonistinnen hervor, sich mit dysfunktionalen Mutter-Tochter-Beziehungen auseinanderzusetzen und damit ein gesellschaftlich relevantes Thema sichtbar zu machen. Eine lobende Erwähnung sprach die Jury für den Film Q von Masataka Kihara aus. Der mit 2.000 € dotierte Jurypreis wurde von Wacom gestiftet.

Der Termin für das 27. Nippon Connection Filmfestival steht bereits fest: Vom 25. bis 30. Mai 2027 wird Frankfurt am Main wieder zum Zentrum des japanischen Kinos!

Ausgewählte Filme des Festivals werden im Rahmen des vom Kulturfonds Frankfurt RheinMain geförderten Themenschwerpunkts „Shades of Reality – Between Truth and Fiction“ in den kommenden Monaten im Rhein-Main-Gebiet zu sehen sein. Die Termine werden auf der Festivalwebsite bekannt gegeben: NipponConnection.com


Über das Festival

Das Japanische Filmfestival Nippon Connection wird vom rund 120-köpfigen, größtenteils ehrenamtlichen Team des gemeinnützigen Vereins Nippon Connection e.V. organisiert. Es steht unter der Schirmherrschaft des Hessischen Staatsministers für Wissenschaft und Forschung, Kunst und Kultur, Timon Gremmels, des Oberbürgermeisters der Stadt Frankfurt am Main, Mike Josef, und des Generalkonsulats von Japan in Frankfurt am Main. Seit der Gründung im Jahr 2000 hat sich das Festival zur größten Plattform für japanischen Film weltweit und zum publikumsstärksten Filmfestival in Hessen entwickelt, mit rund 21.000 Besucher*innen im Jahr 2026. Auf der Online-Plattform betterplace.org läuft eine Kampagne zur Unterstützung des Festivals.

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